Freundlicher Fußballheld aus der Nachbarschaft

Mike Dominik Kollenda von SF Brackel 61 ausgezeichnet

Das entscheidende Tor im WM-Finale, eine Grätsche auf der Linie in der letzten Minute mit der der Abstieg verhindert wird – Helden hat der Fußball einige geschaffen. Die meisten von ihnen sind aber fernab der großen Stadien zu finden. Meistens reicht ein Besuch auf dem Fußballplatz in der Nachbarschaft. Dort haben die Helden des Amateurfußballs ihr Hauptquartier. Verborgen vor der großen Öffentlichkeit, leisten sie wichtige Arbeit.

Einer von ihnen ist Mike Dominik Kollenda, von den Sportfreunden (SF) Brackel 61. Der Fußballkreis Dortmund kürte den 25-Jährigen zum Gewinner des Ehrenamtsförderprojektes „Fußballhelden – Aktion junges Ehrenamt“. Dieser Ehrung wurde zum dritten Mal vom Deutschen Fußballbund (DFB) in Kooperation mit Komm mit, einer gemeinnützigen Gesellschaft für internationale Jugend-, Sport- und Kulturbegegnungen, verliehen.

272 Fußballkreise zeichneten deutschlandweit jeweils einen jungen Helden aus ihrem Gebiet im Alter von 16 bis 30 Jahren aus, der sich besonders engagiert. Die Ehrenamtler dürfen sich neben der Auszeichnung über eine fünftägige Reise Anfang Mai nach Barcelona freuen, wo Workshops zum Training und zur Vereinsarbeit auf sie warten.

Mehrfach engagiert

„Freiwilliger Einsatz gehört für mich zu meinem Selbstverständnis, so Kollenda. „Ich halte es für elementar wichtig, dass sich Menschen, egal ob jung oder alt, für die Gemeinschaft, in der sie leben, engagieren“.

Und an Engagement fehlt es dem 25-Jährigen wahrlich nicht. Für seine Sportfreunde ist er gleich in mehrfacher Funktion tätig. Neben seiner Trainertätigkeit bei der zweiten Mannschaft der SF Brackel 61, ist er in dieser auch selbst als Spieler aktiv. Hinzu bekleidet er das Amt des zweiten Vorstandsvorsitzenden, betreut den Internetauftritt des Vereins und führt als Trainer der „Windelbomber“ die jüngsten Mitglieder des Vereins spielerisch an den Fußball heran.

Zeit für Bescheidenheit bleibt ihm trotzdem: „Ich freue mich natürlich sehr über die Auszeichnung, kenne aber viele andere tolle Menschen beim SF Brackel 61 und in meinem Bekanntenkreis, die den Preis mindestens genauso verdient haben, wenn nicht sogar noch mehr“, sagt der 25-Jährige.

„Häufig wird sich über fehlendes Engagement im Ehrenamt beklagt, da können wir uns wirklich nicht beschweren. Beim SF Brackel 61 haben wir gut 100 Ehrenamtler. Das Vereinsmotto „Miteinander. Füreinander.“ wird hier wirklich gelebt. Wir versuchen alle an einem Strang zu ziehen. Gute Rahmenbedingungen und Wertschätzung für die freiwillige Arbeit sind dabei wichtige Faktoren.“

Autor: Lukas Wittland

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